Zunächst einmal muß all das Geld gezählt werden, das wir
den Kurgästen im Sommer abgenommen haben. Man hört
selten auf der Insel soviel schimpfen wie in den Tagen nach
der Hauptsaison. Ja, es soll Leute gegeben haben, die mit
wunden Fingern zum Arzt gehen mußten. Danach wird die
Insel für den kommenden Sommer wieder schön gemacht.
Der durch den Burgenbau zerwühlte Sand wird eingeebnet
und gewalzt, frischer Sand von der Drogerie geholt und
ausgestreut, die zierliche Riffelung an den Dünenkanten
neu modelliert. Möwen werden eingefangen, frisch
gestrichen, der rote Klecks am Schnabel wird erneuert,
ihre Füße werden wegen der Kälte mit Talg eingerieben
und die schönsten werden in Ställe gesperrt. Man läßt sie
hungern, damit sie im Sommer den Schiffen nachjagen und
den lieben Gästen das vertrocknete Reisebrot aus den
Händen reißen. Ferner werden die zum Burgenbau
verschleppten Muscheln gesammelt, gereinigt, gezählt und
im Rathaus verwahrt, um später wieder zur Freude der
Kinder ausgestreut zu werden.
Wenn die Insel wieder in Ordnung ist, packen die Insulaner die Koffer und fahren in Urlaub - zu ihren Sommergästen.
Wer diese Beschreibung der Winterarbeit der Eiländer nicht glaubt, mag sie selber fragen.